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Klassische Paartherapiesitzung

Wie Emotionen wieder in die richtige Bahn gelenkt werden können

 

Wussten Sie, dass sich Paare im Schnitt zwei bis sechs Jahre “zu spät” in eine Paartherapie begeben? Das hat in der Regel etwas damit zu tun, dass Paare erstmal versuchen ihre Probleme miteinander selbst zu lösen – was natürlich gut ist. Das Problem: Sie erlernen dabei keine neuen Strategien und Sichtweisen. Das Ergebnis: Paare machen mehr von dem, was bisher schon nicht funktioniert hat – was beide sehr frustrieren kann. Oder sie versuchen, die Beziehungskrise als eine Phase zu betrachten, die es “irgendwie” zu überstehen gilt. 

Doch: Je länger sie “durchhalten”, desto hilfloser fühlen sie sich – und desto tiefer ist der Graben, der zwischen ihnen entsteht. Als Konsequenz verfestigen sich Muster wie Angriff und Verteidigung oder beidseitiger Rückzug.

Wenn Paare dann in die Therapie kommen, ist es meistens schon „5 vor 12“. Um das Ruder nochmal rumzureißen, braucht es gerade zu Beginn einer Paartherapie sehr viel Engagement. Und es bedarf eines festen Rahmens, der langen, frustrierenden und zähen Prozessen entgegenwirkt. 

Deshalb habe ich auf Grundlage meiner langjährigen Berufserfahrung ein höchst wirksames modulares Paartherapieprogramm entwickelt, das sich am Phasenmodell der Emotionsfokussierten Paartherapie orientiert. Es wird Ihnen dabei helfen, ungünstige Kommunikations- und Verhaltensmuster in Ihrer Beziehung nachhaltig zu verändern, so dass Sie sich einander wieder nahe und liebevoll verbunden fühlen können.

Die Emotionsfokussierten Paartherapie – Ein Prozess in drei Phasen

Wie jede Therapie ist auch die Emotionsfokussierte Paartherapie (EFT) ein Prozess. In Prozessen werden Veränderungen angeregt, umgesetzt und integriert – und das auf verschiedenen Ebenen. Die Wahrnehmung, das eigene Erleben und das Verhalten miteinander ändern sich. Erfahrungsgemäß wirkt die Paartherapie dann nachhaltig, wenn Paare den gesamten Prozess  durchlaufen. Der vollständige EFT-Paartherapieprozess lässt sich in drei Phasen aufteilen:

Die erste Phase: Verstehen, warum wir uns nicht verstehen

Die erste Phase nennen wir die „Deeskalation der dysfunktionalen Dynamik“. Was kompliziert klingt, ist essentiell: Hier geht es darum, das genaue Muster Ihrer Interaktionen miteinander zu analysieren und zu bestimmen. Die meisten Paare verhaken sich in Mustern wie „Angriff und Verteidigung“ oder „beidseitigem Rückzug“.

Das sorgt bei beiden für Gefühle des Ärgers, der Ablehnung und des Unverständnisses. Sie lernen zu verstehen, wie und warum Sie sich immer wieder in Ihrem Muster verfangen. Die Verzweiflung, den anderen einfach nicht nachvollziehen zu können, kann dann ein Ende haben. 

Sie bekommen eine neue Perspektive auf sich als Paar und neue Einsichten über Ihren Partner oder Ihre Partnerin. Sie werden mehr dafür sensibilisiert, wie es Ihnen und Ihrem Gegenüber emotional in problematischen Situationen geht. Bisher schwierige oder vielleicht verschwiegene Gefühle können Sie nun mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin teilen. Sie spüren, wie es der anderen Person gefühlsmäßig geht – und können hinter das ungünstige Verhalten im Muster schauen. 

So werden die Bedingungen für gegenseitiges Verständnis und Mitgefühl geschaffen. Indem Sie sich eine neue empathische Kommunikation aneignen, gelingt es Ihnen gemeinsam, das alte Muster zu durchbrechen – und das, bevor sich ein Konflikt zuspitzt und eskaliert. Sie fühlen sich nicht mehr hilflos dem negativen Muster ausgesetzt, sondern miteinander verbunden. Sie erleben, dass Sie auf dieser emotional sicheren Basis Ihre Konflikte und Probleme auf der Sachebene besser gemeinsam lösen können. Für eine langfristig bessere Kommunikation auf Augenhöhe.

Für die erste Phase brauchen Paare im statistischen Durchschnitt acht bis zwölf Sitzungen. Idealerweise finden diese Sitzungen innerhalb von drei bis vier Monaten statt. Die Zeitabstände zwischen den Sitzungen betragen dadurch ein bis zwei Wochen maximal. Wie Sie vielleicht schon ahnen: Es ist die herausforderndste und intensivste Phase. Wenn Paare es geschafft haben, ihr Muster zu durchbrechen, gleichen die darauffolgenden Phasen einem Spaziergang.

Die zweite Phase: Sich emotional wieder nahe sein

Die zweite Phase bezeichnen wir EFT-Paartherapeuten als das „Vertiefen der emotionalen Verbindung“. Im Mittelpunkt steht die Veränderung des eigenen individuellen Bindungsmuster auf einer tieferen, emotionalen Ebene. Auf diese Weise verbessert sich auch die Beziehung zueinander. Und zwar so, dass Sie sich dauerhaft und sicher miteinander verbunden fühlen können.

Sie lernen, wie Sie sich Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin gegenüber auf eine neue Weise emotional öffnen. Beide kommen wieder in Kontakt mit dem, warum Sie sich ursprünglich ineinander verliebt haben. Es fühlt sich wieder leicht und unkompliziert miteinander an. Dadurch gibt es wieder mehr Raum für liebevolle Gefühle in der Paarbeziehung. Sie erleben, dass Sie die Nähe zu Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin wieder zulassen und genießen können. 

Unterschiedliche individuelle Bedürfnisse des Einzelnen können besser akzeptiert und gelebt werden. Das heißt, dass Paare eine neue und harmonische Dynamik miteinander entwickeln – ohne sich in ihrer Persönlichkeit verändern zu müssen. Das kann auch dafür sorgen, dass Ihre verloren geglaubte Leidenschaft und Intimität wieder belebt wird und Sie einen zweiten Frühling erleben. 

Die meisten Paare brauchen für diesen mittleren Teil der Paartherapie fünf bis acht Sitzungen im Schnitt. Empfehlenswert ist ein Zeitraum von maximal sechs Monaten – die Abstände zwischen den Sitzungen sind deutlich größer als in der ersten Phase. 

Die dritte Phase: Den neuen Weg gemeinsam gehen 

Die dritte Phase ist die „Stabilisierung“. Wie der Name schon andeutet, geht es hier um eine nachhaltige Stärkung der positiven Veränderungen. Neben dem behutsamen Ausschleichen der Paartherapie bekommen all jene Probleme oder Fragestellungen genügend Raum und Unterstützung, die ein Paar trotz ihrer guten emotionalen Verbindung nicht gemeinsam lösen kann. Dabei können  essenzielle Themen wie ein (weiterer) Kinderwunsch, ein Umzug in eine andere Stadt oder die berufliche Neuorientierung besprochen werden. 

In der Regel reichen zwei bis drei Sitzungen aus, die in einem Zeitraum von sechs Monaten stattfinden können. Die Intervalle betragen dann zwei bis drei Monate. 

Das Erstgespräch –  Ihr erster Schritt zu einer erfüllten und liebevollen Beziehung  

Die Gegebenheiten, aus denen Paare sich für eine Paarberatung und Paartherapie entscheiden, sind verschieden und komplex. Damit ich auf Ihre individuellen Wünsche und Potenziale eingehen kann, nutze ich das ausführliche Erstgespräch, um Ihnen aus paartherapeutischer Sicht eine Rückmeldung zu Ihrer spezifischen Situation zu geben. Am Ende unserer ersten Sitzung erhalten Sie von mir eine Einschätzung darüber,  in welchem Umfang eine Paartherapie für Sie infrage kommt. Dabei teile ich mit Ihnen eine Prognose über die Sitzungsanzahl und den zeitlichen Rahmen Ihres Therapieprozesses. 

Buchen Sie also heute noch einen Termin zum Erstgespräch über meinen Onlinekalender, denn jeder verdient eine liebevolle Partnerschaft, in der er sich geborgen und gleichzeitig frei fühlt. Auch Sie!

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