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Partnerschaft in Quarantäne – So übersteht man als Paar die Zeiten von Corona

Seit etwa zwei Wochen verbringen die meisten Menschen in Deutschland den Großteil des Tages in den eigenen vier Wänden. Vom Bett an den Schreibtisch, vielleicht mal ein kurzer Spazierganz zum Supermarkt oder eine Runde Joggen – mehr ist momentan kaum möglich. Die Einschränkungen betreffen uns alle, unabhängig von Faktoren wie Alter, Geschlecht oder Einkommen. Millionen von Menschen sitzen hier weltweit momentan fest. Ob allein, zu zweit, in einer Wohngemeinschaft oder als Familie mit Kindern. Ungläubig erleben aktuell mehrere Generationen wie sich das Leben innerhalb kürzester Zeit wandeln kann. Der Alltag bekommt eine neue Struktur, Kontakte nach außen werden auf ein Minimum reduziert und Angestellte mehr und mehr in die Kurzarbeit oder den Urlaub verabschiedet. Kein Wunder, dass die Corona-Pandemie auch für Paare zum Belastungstest wird – sowohl im Positiven als auch im Negativen. Denn meist schnellen in den Monaten nach Krisensituationen, egal ob Naturkatastrophe oder Pandemie, sowohl die Scheidungs- als auch Hochzeitsraten in die Höhe. Es kommt also darauf an, was man als Paar selbst aus der Krisensituation macht. Während einige Partnerschaften an dem Stress der völlig veränderten Lebenssituation verzweifeln, gehen andere Paare gestärkt aus der Krise hervor. Eines ist jedoch sicher, viele Beziehungen werde in Zeiten von Quarantäne und Isolation auf die Probe gestellt. Wer folgende Tipps beherzigt, trägt einen wesentlichen Teil dazu bei, die Quarantäne gemeinsam auf Wolke sieben zu verlassen.

Auch in Quarantäne-Zeiten aktiv Zeit miteinander verbringen

Da sich das Leben momentan auf wenigen Quadratmetern abspielt und sämtliche Kontakte auf ein Minimum reduziert sind, ist es umso wichtiger, die Zeit, die man mit dem Partner verbringt, aktiv zu gestalten. Man kann der Quarantäne auch eine positive Facette abgewinnen, da wir nun mehr Zeit für unsere Liebsten haben. Normalerweise ist der Alltag von Terminen, Sport oder Treffen mit Freunden geprägt – Aktivitäten, die aktuell wegfallen. Schon allein die Tatsache, dass bei den meisten Menschen der morgendliche und abendliche Fahrtweg ins Büro entfällt, bringt deutlich mehr Freizeit. Freizeit, die man wunderbar in die Partnerschaft investieren kann. Anstatt dass jeder parallel seinen Dingen nachgeht, kann man sich gemeinsam einer Beschäftigung widmen. Beispielsweise einen Podcast hören, ein Buch gemeinsam lesen oder einen Livestream von einem Theaterstück anschauen. Auch tiefgründige Gespräche, die im Alltag meist zu kurz kommen, finden nun Platz in der Beziehung.

Raum und Abstand geben und nehmen

Manch einer mag nun denken, dass dieser Punkt, dem Fakt widerspricht, sich aktiv mit dem Partner zu beschäftigen. Aber nur, wer Zeit und Raum für sich hat, bringt die Kraft für eine harmonische Partnerschaft auf. Ein gemütlicher Spazierganz an der frischen Luft oder das schon mehrmals verschobene Telefonat mit der besten Freundin bietet eine schöne Abwechslung und gibt Kraft. Gerade der Kontakt mit anderen – natürlich nur per Telefon oder Skype – bietet eine Möglichkeit zum Austausch und zeigt, dass man mit seinen Ängsten und Sorgen nicht alleine ist.

Unterschiedliche Vorstellungen von Quarantäne akzeptieren

Jeder hat andere Vorstellungen davon, wie er seine Zeit in Quarantäne verbringen möchte. Wichtig ist, dass man den Umgang mit der neuen Lebenssituation des jeweils anderen akzeptiert. Während der eine die freie Zeit vielleicht fürs Ausschlafen, Serie schauen und lesen verwenden möchte, will der andere eventuell den lang vor sich hergeschobenen Großputz erledigen oder die Wohnung ausmisten. Vielleicht hat auch einer der beiden Partner große Angst vor einer Ansteckung, während der andere am liebsten fünfmal am Tag einkaufen gehen würde, nur um etwas unter Menschen zu kommen. In diesem Fall ist es wichtig, die Angst respektive Angstlosigkeit des jeweils anderen zu akzeptieren und sich regelmäßig darüber auszutauschen. Denn es kann durchaus sein, dass man in Ausnahmesituationen einen neuen Charakterzug seines Gegenübers entdeckt. Diesen sollte man jedoch akzeptieren, sodass sich der jeweils andere keinesfalls angegriffen fühlt. Dies bedeutet allerdings nicht, dass man jede Verhaltensweise des anderen kommentarlos hinnehmen muss. Hat man das Gefühl, der Partner wird immer ängstlicher, träger, unzufriedener und lustloser, sollte man das Gespräch suchen. Gleiches gilt umgekehrt. Merkt man, dass der Partner leichtsinnig mit der eigenen Gesundheit und der Gesundheit von Mitmenschen umgeht, indem er beispielweise weiterhin Freunde trifft, sollte man dies ebenfalls ansprechen und gemeinsam die Ursache beziehungsweise eine Lösung suchen. Denn auch in Krisenzeiten bleibt die Kommunikation das A und O der Beziehung. Und betrachtet man es einmal positiv, bietet uns eine Krise auch immer die Möglichkeit, durch unser Verständnis unserem Partner Wertschätzung und Respekt entgegenzubringen.

Keine falsche Scham – Hilfe suchen, wenn man selbst nicht mehr weiterkommt

Sollte die aktuelle Krisensituation überhand gewinnen und Ihnen zu viel werden, dürfen Sie sich auf jeden Fall Hilfe suchen. Vor allem dann, wenn Anspannung, Reizbarkeit und Ängste zunehmen und den Alltag stark beeinflussen. Eine dritte neutrale Person wie beispielsweise ein Paartherapeut geht auf die Ängste beider Partner ein und zeigt neue Wege und Optionen auf, mit Quarantäne und Co. umzugehen. So können Sie als Paar gestärkt und vor allem gemeinsam aus der der Krise hervorgehen.

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